Fachberaterbereich

Fachberatungsinfo März 2019

Biologischer Pflanzenschutz: Reisig- bzw. Totholzhaufen und „Wilde Ecken“

Der Unterschied zwischen Reisig- und Totholzhaufen ist einfach: der Reisighaufen besteht aus Zweigen und Laub, der Totholzhaufen aus Stücken von Baumstämmen oder dicken Ästen. Es kommt also zunächst darauf an, welches Ausgangsmaterial du in eurem Garten hast. Meistens ist ein Reisighaufen kein Problem. Wer jedoch gerade einen Baum fällen musste, hat auch das Material für einen Totholzhaufen.

Wem tut ein Reisig-/Totholzhaufen gut?
Na zunächst dir, weil du nicht zum Wertstoffhof musst. Und dann leben natürlich viele Tiere in den Haufen.
Dort finden z.B. Unterschlupf: verschiedenste Insekten wie Spinnen, Käfer, Wildbienen, Hummeln, Marienkäfer, Ohrenkneifer oder Florfliegen, Igel, Kröten, Lurche, Spitzmäuse, einige Vogelarten (z.B. Zaunkönig, Rotkehlchen)

Woran sehe ich, was in meinem Haufen wohnt?
Im Idealfall gar nicht – ein Reisig-/ oder Totholzhaufen hat den Zweck, verschiedensten Tieren Versteckmöglichkeiten und Schutz zu bieten.

Wie lege ich die Haufen an?
Ganz einfach: such dir eine oder mehrere Ecken in deinem Garten und schichte dort Reisig, Äste, Baumabschnitte auf. Und das für die nächsten Jahre.

Und wie groß muss er sein?
Das bestimmst du. Je größer, desto besser für seine Bewohner.

Welcher Standort ist der Beste?
Das entscheidest du – also dort, wo du ihn am besten in deinen Garten einbauen kannst.

Wichtig: ein Reisig- oder Totholzhaufen bleibt für viele Jahre an seinem Platz.

Wilde Ecken sind genau das: lass an einigen Stellen in deinem Garten einfach das wachsen, was sich dort von allein ansiedelt. Das kann Gras sein oder Brennesseln. Oder es ist die Ecke, wo du Steine aufstapelst. Einfach ein, am besten mehrere Plätzchen, die du nicht „anfässt“ sondern so lässt, wie sie sind.

Viele schöne Gartenstunden wünscht euch,

Gerlinde
-Vereinsfachberaterin-